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Faust Jahrgangsbock 2007 im Test





Von: Micha  Tags: Biertest,Bock,Franken,Test  Verfasst am:  August 31, 2012  |  Kein Kommentar


Der Jahrgangsbock 2007 der Brauerei Faust aus Miltenberg steht vor uns. Eine 0,75 Liter Flasche die einen sehr edlen Eindruck macht und eher an einen Wein erinnert als an ein Bier.
Vom 2007 Jahrgangsbock wurde 1215 Flaschen abgefüllt und wir haben Flasche Nr. 802
Der Doppelbock hat 7,0 % Vol. und wartet drauf von uns getrunken zu werden.

Die rotbraune Farbe macht zusammen mit der großen und stabilen Schaumkrone einen sehr guten Eindruck.
Die Aromen die beim Geruch auf einen einströmen sind sehr intensiv. Der Geruch erinnert an getrocknetes Obst, wie z.B. Aprikosen und Feigen, dazu kommt ein angenehmes nussiges Aroma und etwas Lakritze. Und wieder muss ich sagen, da freut man sich auf das ProBIERen.

Erster Schluck: Wow… der Jahrgangsbock würde meines Erachtens zum Dessert nach einem guten Essen (z.B. an Weihnacht) super passen. Erst ein Gänsebraten und danach ein leckeres Dessert zusammen mit diesem Doppelbock und die Welt wäre perfekt.

Gleich von Anfang ist das Malz relativ präsent, leichte Karamellnoten mit einem leichten nussigen Unterton, es lassen sich auch feine Waldbeerennoten herausschmecken. Die Kohlensäure fand ich deutlich präsent, fällt auf alle Fälle auf. Verschwindet ab der Mitte wieder recht zügig. Kohlensäure ist spürbar da, und zeigt in einem leichten Prickeln auf der Zunge.

Die Mitte wird intensiver an Aromen, alle Aromen aus dem Antrunk intensivieren sich deutlich. Karamell zusammen mit einer Zarbitterschoki die mit getrockneten Aprikosen gefüllt ist, das beschreibt den Geschmack am besten. Man merkt wunderbar die leichte sämige Konsistenz des Bocks. Das auch noch leicht beerige Aroma legt sich schön über den gesamten Mundinnenraum. Ein wirklich schöne und angenehme Süße.

Zum Abgang hin kommt das leichte herbe-säuerliche Aroma von Lakritze dazu, das zusammen mit weichen Mocca- und Zartbitteraromen, den tollen Geschmack des Jahrgangsbock nochmal unterstreicht. Ein wunderbar langer Abgang mit einer fast kaum spürbaren Herbe, bei dem man gegen Ende immer wieder ins Schmatzen kommt, und sich wieder auf den nächsten Schluck freut. Wirklich sehr sehr lecker….. oder Horst?

 

Horscht:

Hallo liebe Bierfreunde, ihr solltet neidisch sein, was wir heute testen dürfen, ist etwas wirklich sehr besonderes, das bekommt man nicht alle Tage. Es ist limitiert und kostet ein Schweinegeld, darauf schmeiß ich mal ein gemeines „Ätsch“ in die Runde.

Der Faust Jahrgangsbock 2007 schaut schon noch verschlossen lecker aus. „Allwissend bin ich nicht, doch vieles ist mir bewusst“ zitierte Faust, mir ist auch bewusst, dass ich eine der wenigen auf diesem güldenen Planeten bin, die so was Edles trinken darf.

Wir haben nur die eine Flasche, deswegen testen wir zusammen. Beim Einschenken entsteht schon ein hammermäßiger, typischer Bockgeruch, wie man ihn halt kennt. Der Schaum ist ein Traum, fest und bleibt lange.

Die Farbe des Bieres verändert sich, wenn man das Glas anders hält, schwankt zwischen Rot und braun, wir vermuten, wenn wir das Teil leer haben, schwanken wir auch. Ich kann’s kaum erwarten und drängle den Bierkönig endlich mit der Fotografiererei aufzuhören, ich will das endlich probieren.

 

Endlich ist es soweit, ich werde nicht enttäuscht, es schmeckt noch besser wie es aussieht, schmeckt sehr stark. Ich spüre nach den ersten Schlücken eine Wirkung in den Gehirnwindungen, naja ich hatte davor schon ein paar  könnten auch die sein.

Ich beschreibe jetzt mal die Geschmacksrichtungen von vorn nach hinten : Aprikose – Beerig alkoholisch, wie so Eckes edelkirsch, aber nur ganz leicht, – dann etwas herber und zum Schluss, ich habe lange überlegt, wie man das ausdrücken kann, wenn es Yogurette mit Zartbitter geben würde, das kommt zum Schluss leicht durch.

Das hört sich jetzt alles etwas seltsam an, aber in Wirklichkeit schmeckt das Böckchen affengeil. Ich will mehr!!! Wie der Bierkönig will auch noch was, er konnte meinem treuen Hundeblick nicht widerstehen und überlässt mir den Rest.

War das ein Stöffchen…. also, wenn ihr lieben Fäuste noch was übrig habt, ich wüsste da einen Abnehmer  „Die Träne quillt, die Erde hat mich wieder“ – Zitat Faust, könnte man nach diesem Schmaus sagen, ich war im Himmel.

Bis bald Euer Vollhorst

 

www.faust.de

Facebook:  www.facebook.com/faustbiermiltenberg

 
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